Lohnsteuerkarte



Lohnsteuerkarten werden unentgeltlich bei den Gemeinden (Einwohnermeldeamt) nach amtlich vorgeschriebenem Muster ausgestellt. Die Lohnsteuerkarte enthält Angaben zur Gemeinde, dem zuständigen Finanzamt und Meldedaten der beantragenden Person. Diese umfassen neben Namen, Anschrift und Geburtsdatum die Angabe der Steuerklasse, die Zahl der Kinder und die Religionszugehörigkeit. Bei einer Tätigkeitsaufnahme ist die Karte beim Arbeitgeber zu hinterlegen.

Beim Lohnsteuerabzug ist der Arbeitgeber an die Eintragungen in der Lohnsteuerkarte gebunden. Der Lohnsteuerabzug richtet sich nach der Steuerklasse, der Zahl der Kinder und der Religionszugehörigkeit. Auch beim Finanzamt beantragte Lohnsteuerfreibeträge werden in der Lohnsteuerkarte bescheinigt. Zum Jahresende bescheinigt der Arbeitgeber auf der Lohnsteuerkarte sämtliche Leistungen aus dem Dienstverhältnis, auch so genannte "Lohnersatzleistungen". Diese Lohnsteuerbescheinigung bildet nach Jahresschluss eine wichtige Grundlage bei der Einkommenbesteuerung.

Meldungen ab dem Jahr 2004 müssen elektronisch übermittelt werden. Eine Ausnahme davon muß beim zuständigen Finanzamt nachgefragt werden. Die Lohnsteuerkarten werden im normalfall den Mitarbeitern nicht mehr ausgehändigt, die Mitarbeiter erhalten einen Ausdruck der Daten die elektronisch (über das Internet) an die Finanzverwaltung übermittelt wurden. Auf diesem Ausdruck ist die eTIN der Mitarbeiter auszugeben, die diese bei der Einkommenssteuererklärung angeben.