Sozialversicherung



Die Sozialversicherung umfasst die Zahlung der gesetzlichen Arbeitnehmeranteile, die durch den Arbeitgeber übernommen wird und zusammen mit dessen Zuschüssen in einem Betrag an die zuständige Krankenkasse überwiesen werden. Die im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung ermittelten Beiträge zur Sozialversicherung umfassen Kranken-, Pflege-, Renten- und die Arbeitslosenversicherung. Sie werden ermittelt auf der Basis des lohnsteuerpflichtigen Gehalts, wobei bestimmte Höchstbeträge (nämlich die so genannten "Beitragsbemessungsgrenzen") berücksichtigt werden müssen.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die jeweiligen Beiträge zur Hälfte. Der Arbeitgeberanteil ist beim Unternehmen als Betriebsausgabe abzugsfähig. Der Arbeitnehmeranteil, der zusammen mit dem Arbeitgeberanteil auf der Lohnsteuerkarte am Jahresende bescheinigt wird, kann im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgabe steuerlich geltend gemacht werden.

Besondere Vorschriften und Berechnungsvorgaben gibt es hinsichtlich bestimmter Lohn- und Gehaltsteile (z.B. bezüglich der Direktversicherung), ebenso bei der Belastung mit Beiträgen bei Rentnern (Rentner-Krankenbeitrag), Haushaltshilfen (Haushaltsscheckverfahren) und den so genannten "Geringverdienern" im Rahmen der 325 EUR-Jobs.

Bei den "Geringverdiener-Jobs" ist seit 1.4.1999 ein neues Freistellungsverfahren auf der Basis eines besonderen Formulars durch die Finanzämter zu praktizieren, wenn der Verdienst steuerfrei bleiben soll. Wird die Freistellungsbescheinigung nicht beigebracht, kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer nach der Steuerklasse VI erheben.