Steuerklassen



Die Höhe der vom Arbeitgeber einbehaltenen Lohnsteuer richtet sich nach insgesamt sechs Steuerklassen. Die Zuordnung ergibt sich dabei nach dem Familienstand sowie der Anzahl der jeweiligen Beschäftigungsverhältnisse. Entsprechende Eintragungen in die Lohnsteuerkarte erfolgen durch die Gemeinde, in der am 20. September (des Vorjahres) der Wohnsitz, bei mehreren Wohnungen der Hauptwohnsitz, gemeldet war.Die Steuerklasseneintragung kann vor dem 1. Januar eines Jahres von der Gemeinde, die die Steuerkarten ausgestellt hat, auf Antrag geändert werden. Ein Steuerklassenwechsel im Laufe des Jahres kann nur einmal beantragt werden. Der spätest mögliche Zeitpunkt für die Änderung der Steuerklasse ist jeweils der 30. November eines Jahres.

Unterschieden wird zwischen sechs verschiedenen Steuerklassen: Steuerklasse I gilt für ledige und geschiedene Arbeitnehmer sowie für verheiratete Arbeitnehmer, deren Ehegatte im Ausland wohnt oder die von ihrem Ehegatten dauernd getrennt leben. Verwitwete Arbeitnehmer gehören ebenfalls in die Steuerklasse I, wenn der Ehegatte vor 1999 verstorben ist.Steuerklasse II gilt für die unter "Steuerklasse I" genannten Arbeitnehmer, wenn ihnen ein Haushaltsfreibetrag zusteht. Voraussetzung: In ihrer Wohnung im Inland ist mindestens ein Kind gemeldet, das auf der Lohnsteuerkarte mit der Kinderfreibetragszahl berücksichtigt ist oder für das Kindergeld gezahlt wird.Steuerklasse III gilt für verheiratete Arbeitnehmer wenn beide Ehegatten im Inland wohnen, nicht dauernd getrennt leben und der Ehegatte keinen Arbeitslohn bezieht oder in der Steuerklasse V besteuert wird.Steuerklasse IV gilt für verheiratete Arbeitnehmer, wenn beide Ehegatten Arbeitslohn beziehen, im Inland wohnen und nicht dauernd getrennt leben.Steuerklasse V tritt für einen der Ehegatten an die Stelle der Steuerklasse IV, wenn der andere Ehegatte in der Steuerklasse III besteuert wird.Steuerklasse VI gilt, wenn ein Arbeitnehmer nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn bezieht. Eine Lohnsteuerkarte mit der Steuerklasse VI sollte dem Arbeitgeber vorgelegt werden, von dem der niedrigste Arbeitslohn bezogen wird.